Unsere Stimme wird gehört
Es gibt Momente, in denen sich zeigt, dass Ausdauer und Fachwissen wirklich etwas bewirken können. Die Aufnahme des kleinen Vermieters in das neue Wohnpaket der Bundesregierung ist so ein Moment – und ein Erfolg, auf den wir als Vorarlberger
Eigentümervereinigung stolz sein dürfen.
Was als Idee in Vorarlberg seinen Anfang nahm, hat es bis nach Wien geschafft. Wir haben nicht nur die Unterscheidung zwischen privaten Kleinvermietern und großen Immobilienunternehmen gefordert, sondern auch fachlich untermauert und politisch
begleitet. Heute ist diese Differenzierung Teil des Bundesgesetzes. Das zeigt: Unsere Stimme wird gehört. Und sie hat Gewicht.
Mit dieser Anerkennung wird ein jahrzehntelanges wohnpolitisches Dogma aufgebrochen. Erstmals wird gesetzlich unterschieden, ob jemand eine einzelne Wohnung vermietet oder dutzende. Das ist keine Kleinigkeit, sondern ein Schritt in Richtung Fairness.
Ich bin nach wie vor im laufenden Kontakt mit Wien um die letzten Anpassungen noch zu verhandeln. Vor allem unserem Vorstandsmitglied Abg. z. NR. Norbert Sieber gebührt großer Beifall, der den kleinen Vermieter in Wien salonfähig gemacht hat.
Es bleiben ein paar Wermutstropfen. Darunter die geplanten Eingriffe in die Wertsicherung, das den oben erwähnten Erfolg trübt. Hier wäre mehr Augenmaß gefragt. Trotzdem überwiegt die Freude: Der kleine Vermieter ist nicht nur eine rechtliche Kategorie, sondern ein Symbol dafür, dass sich Engagement und Beharrlichkeit auszahlen.
