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Eine starke Stimme

Die VEV darf selbstbewusst als einer der größten Vereine in Vorarlberg bezeichnet werden. Mit bald 7.000 Mitgliedern haben wir eine starke und bedeutende Stimme in der Öffentlichkeit erlangt. Eine Stimme, die von der Politik nicht immer gerne gehört wird – drücken wir doch konsequent den Daumen auf Fehlentwicklungen am Wohnungs- und Immobilienmarkt. Dass das den Verantwortlichen nicht immer Freude bereitet, liegt in der Natur der Sache – ist aber vor allem deshalb notwendig, um Reformen und wichtige Schritte in die Zukunft konsequent voranzutreiben. Das gilt nicht nur für Angelegenheiten und Themen in bundespolitischer Kompetenz, sondern auch für jene bei uns im Land.

Umso überraschender die wahrnehmbare Tendenz im Land, die kritische Stimme der VEV fortan – zumindest in Teilbereichen – aussparen zu wollen. Beispiele? Die Reform des Raumplanungsbeirates. Das wichtige Gremium berät die Landesregierung im Vorfeld von Entscheidungen hinsichtlich Raumplanungsfragen, Betriebserweiterungen und ähnlichen Themen. 25 Mitglieder umfasste das Gremium bisher – und soll nun auf zwölf reduziert werden. Die Begründung? Im Rahmen der Reduktion des Raumplanungsbeirates werde zukünftig die fachliche Kompetenz stärker in den Mittelpunkt gerückt. Ein grundsätzlich vernünftiger Ansatz. Dass aber gerade der VEV in diesen Themen die Kompetenz aberkannt wird (was der geplante Entfall des Sitzes impliziert), entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Auch die fehlende Einladung zur Stellungnahme hinsichtlich der neuen Stellplatzverordnung – dessen Ergebnis grundsätzlich begrüßt wird – ist irritierend, war es doch die VEV, die bereits 2011 auf die diesbezüglichen Probleme hingewiesen hat.

Punktuelle Einzelfälle? Hoffentlich. So oder so aber gilt: Stumm bekommt man die VEV sowieso nicht.